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Im realen Umfeld der Energieversorgung ist es schwierig Netzqualitätsereignisse zu generieren, um ihre Eigenschaften und Auswirkungen zu analysieren. Daher wird ein System benötigt, mit der Möglichkeit, diverse dreiphasige Signalverläufe zu erstellen und auszugeben. 

Mit dem softwaregestützten Signalgeneratorsystem EPOS 360 konnte ein Gesamtsystem realisiert werden, mit dem dreiphasige Netzqualitätsereignisse auf einfache Weise simuliert werden können.
Dreiphasige Spannungs- und Stromsignale mit verschiedenen Signalstörungen lassen sich mit der EPOS-Bediensoftware erzeugen, wie z.B. Spannungseinbrüche bzw. -unterbrechungen, transiente Impulse und Verzerrungen des Spannungs- bzw. Stromsignals, die durch den Einfluss Oberwellenkomponenten höherer Ordnung verursacht werden.

Für die Parametrierung und die Ausgabe von Signalen und Prüfsequenzen stehen in der Software unterschiedliche Monitore zur Verfügung. 

TRANSIG-Monitor

Mit dem Modul TRANSIG-Monitor kann die Funktion eines Prüflings unter realen Bedingungen überprüft werden. Der TRANSIG-Monitor ermöglicht die grafische Darstellung und die Ausgabe von Aufzeichnungen und Signalkurven. Signalverläufe können z.B. Aufzeichnungen von Störwerterfassungssystemen oder digitalen Schutzrelais sein, die im standardisierten COMTRADE-Format vorliegen oder SigDef-Dateien mit selbstdefinierten Signalen.

Die Funktionen des TRANSIG-Monitors sind:

  1. Laden von Aufzeichnungen im COMTRADE-Format oder SigDef-Dateien.
  2. Zuordnung der Signale der Aufzeichnung zu den EPOS-Ausgangssignalen.
  3. Skalierung der Signale der Aufzeichnungen.
  4. Übernahme der definierten TRANSIG-Funktionen in einen Prüfplan.

Signaleditor

Ein weiterer Bestandteil der EPOS-Bediensoftware ist der Signaleditor. Der Signaleditor ermöglicht die Definition, Parametrierung und Berechnung beliebiger Signalverläufe. Die Parametrierung der Signale erfolgt interaktiv am Bildschirm. Für Kanäle kann jeweils eine Signaldauer eingestellt und jeder Kanal kann wiederum in beliebig viele Zeitfenster unterschiedlicher Länge unterteilt werden. Innerhalb der Zeitfenster können verschiedene Funktionsverläufe synthetisiert werden. Dabei ist es möglich, die Funktionsverläufe aus einer Grundfunktion, wie

  1. Sinus, 
  2. Rechteck, 
  3. Sägezahn,
  4. Dreieck, 
  5. DC

und deren additiver oder multiplikativer Überlagerung mit einer oder mehreren Überlagerungsfunktionen zu generieren. 

Überlagerungen können Funktionen, wie 

  1. Sinus,
  2. Exponentielle Funktionen,
  3. Rampen,
  4. DC,
  5. Impuls,
  6. Harmonische,
  7. mathematische Ausdrücke

sein.

Im Besonderen soll auf die mathematischen Ausdrücke bei den Überlagerungen hingewiesen werden, da die Erstellung von Formeln vielfältige Möglichkeiten der Signalerzeugung bietet. Die Überlagerungsfunktion „Ausdruck“ wird benutzt, um anhand mathematischer Eingaben einen Kurvenverlauf zu erstellen.

Fazit

Der dreiphasige Signalgenerator EPOS 360 bietet die Möglichkeit, verschiedene Signalverläufe zu erstellen, dem Prüfobjekt zuzuführen und die Wirkungen zu analysieren. Das Gesamtsystem EPOS 360 mit der EPOS-Bediensoftware bietet somit einen sinnvollen Mechanismus, um ohne großen Aufwand Netzphänomene zu verstehen und zu erklären.

Sie haben Fragen zum dreiphasigen Signalgenerator EPOS 360? Wir haben die Antworten!
Kontaktieren Sie uns über die Kommentarfunktion hier im Blog oder per Mail an info(at)kocos.com.

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